11. Jun, 2011
Das HTC Hero benutze ich seit November 2009 und mittlerweile ist sowohl die Hardware, als auch die offizielle Software veraltet. Zumindest bei der Software lässt sich dieses Problem relativ einfach beheben. Das Hero wurde mit Cupcake (1.5) ausgeliefert und es gab auch noch ein offizielles Update auf Eclair (2.1). Danach wurde jedoch die Unterstützung eingestellt, weswegen man ein Custom ROM flashen muss, um das aktuelle Gingerbread (2.3) nutzen zu können.

Ich verwende aktuelle Elelinux 7.1, welches auf CyanogenMod 7 basiert und wesentlich leistungsfähiger, als das offizielle ROM von HTC ist. Außerdem nutze ich LauncherPro anstatt des integrierten ADW.Launcher, letztendlich ist es jedoch geschmackssache, welcher Launcher einem besser gefällt.
Ein Custom ROM zu flashen ist natürlich nur ratsam, wenn man weiß, was man tut. Der Ablauf an sich ist jedoch nicht kompliziert. Zuerst legt man ein Backup aller Daten an, um dieses später wieder einspielen zu können. Ich nutze hierfür SMS Backup & Restore, Call Logs Backup & Restore, sowie Titanium Backup.
Als nächstes wird das Smartphone im Recoverymodus gestartet und dort zur Sicherheit noch ein vollständiges Backup mit Nandroid angelegt. Letztendlich kann das neue ROM, das als ZIP auf der SD-Karte liegt, geflasht werden. Nachdem alle Konten eingerichtet, sowie die Apps und SMS wieder eingespielt sind, kann man sich nun über ein Hero freuen, das durch die Frischzellenkur sicher noch ein wenig länger Spaß bereitet.
Fotogalerie
Links
16. Apr, 2011
Fernzugriff auf ein Smartphone zu haben hat viele Vorteile. Erst so ist es möglich, Android bequem vom Browser aus zu steuern und dabei eine ähnliche Oberfläche wie bei den üblichen Fernwartungs-Tools (UltraVNC) zur Verfügung zu haben. Mit Webkey for Android ist im Prinzip alles möglich: SMS schreiben, Apps öffnen, das Smartphone orten, Dateien herunterladen oder Screenshots erstellen.
Die App kann auf gerooteten Geräten über den Market installiert werden und läuft dann nach dem Einrichten und Starten als Service im Hintergrund. Die Oberfläche ist funktional und bietet alles Notwendige, auf Schnörkel wurde verzichtet.

Es besteht die Möglichkeit die aktuelle IP-Adresse des Smartphones automatisch bei DynDNS zu hinterlegen. Bei den meisten Netzbetreibern werden die eingehenden Verbindungen jedoch durch eine NAT blockiert. Daher bietet Webkey die Möglichkeit, eine Verbindung zu einem Server zu halten, der dann den Login über eine feste URL ermöglicht. Dies funktionierte in meinen Tests bisher zwar immer, die Geschwindigkeit der Verbindung war allerdings (selbst mit 3G) wenig zufriedenstellend.

Zum Anmelden wir die URL (aus dem Frontend) im Browser eingegeben und der Zugriff dann mit den angezeigten Zugangsdaten, die bei jedem Start neu generiert werden, autorisiert. Auf Wunsch kann in der Konfiguration auch ein neuer Benutzer mit festgelegtem Passwort angelegt werden. Die Hardware-Tasten können über Schaltflächen bedient werden und die meisten Funktionen sind selbsterklärend.

Über den integrierten Dateimanager AjaXplorer lassen sich die Dateien auf der SD-Karte gut verwalten. Die Ajax-Oberfläche bietet eine Vorschaufunktion und zeigt Metadaten an. Dateien können per Drag-and-Drop hochgeladen, kopiert und verschoben werden.
Webkey ist eine wirklich praktische App und daher ein Must-have für jeden Poweruser. Sie erspart einem viel Zeit und Mühe, wobei den Einsatzmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt sind. Vom simplen SMS-Schreiben bis hin zur Fernlöschung eines gestohlenen Smartphones ist alles denkbar.
Links