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Archiv für Google

HowTo: VZ-Nachrichten lokal mit FreePOPs sichern

In den immer weiter sinkenden Besucherzahlen zeigt sich, was schon seit langem klar ist: mit den VZ-Netzwerken geht es bergab. Auch ich war seit August 2007 Mitglied im SchülerVZ, doch seit einem Jahr ist es dort ziemlich still geworden. Aus dem Facebook-Plagiat wurde das TÜV-geprüfte Vorzeige-Netzwerk und heute wirkt es nur noch wie eine unkreative und wenig weltoffene Werbeplattform. Um dem Leiden ein Ende zu setzen, habe ich daher beschlossen, meine Mitgliedschaft zu beenden. Dies ist im Prinzip kein Problem, wer jedoch nach einer einfachen Möglichkeit sucht, seine Daten wie bei Facebook oder Google+ herunterzuladen, wird enttäuscht. Dies erstaunt umso mehr, weil das Netzwerk in letzter Zeit ja soviel Wert auf den Datenschutz legt. Zumindest für die Nachrichten und Pinnwandeinträge gibt es jedoch eine brauchbare Lösung.

Mithilfe des POP3-Daemons FreePOPs kann man über HTTP auf Webmail-Angebote zugreifen, die keinen POP3-Server anbieten. Das FreePOPs StudiVz Plugin von André Martin macht dies auch für die VZ-Netzwerke möglich. Prinzipiell könnte man hierfür jedes beliebige Email-Programm verwenden, ich bevorzuge zum Archivieren jedoch die Freeware MailStore Home, die vor kurzem in Version 5.0 erschienen ist. Vorteile sind beispielsweise, dass man schon bei der Installation die Möglichkeit hat, eine portable Version zu erstellen, und die archivierten Daten so wesentlich flexibler verwalten kann.

Nachdem alle Komponenten installiert sind, startet man FreePOPs sowie MailStore Home und fügt zunächst eine neue Archivierungsaufgabe hinzu. Dies erfolgt in Form eines Profils mit den folgenden Einstellungen:

Posteingang (Inbox)

E-Mail-Adresse: email@domain.de/Inbox
Servername: localhost:2000
Zugriff via: POP3
Benutzername: no-reply@schuelervz.de?email=email@domain.de
Kennwort: VZ-Kennwort

Durch den Zusatz /Inbox werden die heruntergeladenen Nachrichten in den Unterordner Inbox einsortiert, was sinnvoll ist, da neben diesem Profil auch noch zwei weitere eingerichtet werden sollten, um ein vollständiges Backup zu erhalten. Der Benutzername muss bei allen Profilen auf das jeweilige VZ-Netzwerk (no-reply@studivz.de, no-reply@schuelervz.de, no-reply@meinvz.de) angepasst werden:

Postausgang (Outbox)

E-Mail-Adresse: email@domain.de/Outbox
Servername: localhost:2000
Zugriff via: POP3
Benutzername: no-reply@schuelervz.de?email=email@domain.de&folder=Outbox
Kennwort: VZ-Kennwort

Pinnwandeinträge (Wall)

E-Mail-Adresse: email@domain.de/Wall
Servername: localhost:2000
Zugriff via: POP3
Benutzername: no-reply@schuelervz.de?email=email@domain.de&folder=Wall
Kennwort: VZ-Kennwort

Ist der Vorgang nach ein paar Minuten erfolgreich abgeschlossen, kann man das durchsuchbare Backup betrachten oder die archivierten Nachrichten anschließend noch über eine der vielen Exportfunktionen ausgeben. In jedem Fall aber kann man mit ruhigem Gewissen den VZ-Account löschen. ;)

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GPS-Navigation mit einem Android-Smartphone

Durch Navigationssysteme ist das Autofahren in den letzten Jahren wesentlich komfortabler geworden. Stadtpläne haben mittlerweile so gut wie ausgedient und sind eingebauten oder Stand-Alone Navigationsgeräten gewichen. Der nächste Schritt ist logischerweise auch diese Geräteklasse wegzurationalisieren, da jedes neuere Smartphone die nötige Ausstattung (GPS-Empfänger) mitbringt, um als Navi zu fungieren.

Um das Smartphone mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe zu befestigen, empfiehlt es sich eine KFZ-Halterung zu kaufen, die es vom jeweiligen Hersteller gibt. Auch für die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder muss ein entsprechender Adapter beschafft werden. Häufig werden diese Teile vom Hersteller als Paket angeboten, im Fall von meinem HTC Hero gibt es das Car Upgrade Kit CU S210 für ungefähr 24 Euro. Universalhalterungen gibt es auch zu kaufen, diese sind dann naturgemäß nicht an das Gerät angepasst, können dafür aber beim nächsten Modell weiterverwendet werden.

In meinem Fall hat das Autoradio leider noch keinen komfortablen AUX-Eingang, sondern nur ein Kassettendeck, das jedoch mit einem Kassetten-Adapter weiterverwendet werden kann. Meine Wahl fiel auf den Philips SWA 2066 W/10 für 10 Euro, der bei Amazon viele gute Kundenbewertungen verzeichnen konnte. Er wird dort sogar besser als der Nachfolger bewertet und verrichtet auch bei mir schon seit einem Jahr problemlos seinen Dienst. Bei der Audioqualität sind im Vergleich zum Radio keine Qualitätseinbußen zu bemerken.

Ist das Smartphone befestigt und die Kassette eingelegt, kann es an die Auswahl der richtigen Software gehen. Unter Android hat man die Qual der Wahl zwischen vielen Apps, die man generell in zwei Kategorien unterscheiden kann: Online- und Offline-Navigation. Bei einer Online-Navigation (Offboard) wie Google Maps werden die benötigten Karten von einem Server geladen, was eine Internetverbindung und bestenfalls eine Flatrate voraussetzt, da Traffic verursacht wird. Dies sollte in Deutschland für die meisten Smartphone-Besitzer kein allzu großes Problem sein.

Möchte man jedoch auch im Ausland mit dem Smartphone navigieren, so greift man besser auf eine Offline-Navigation (Onboard) wie NAVIGON MobileNavigator zurück, da sonst sehr hohe Roaming-Gebühren anfallen können. Hier werden die Daten im Voraus auf der SD-Karte abgelegt, sodass für die Navigation dann nur noch ein GPS-Signal benötigt wird.

Auf welche Software letztendlich die Wahl fällt ist Geschmackssache, aber die Tatsache, dass es mittlerweile eine gute Auswahl an Software gibt, zeigt, wie sich die Möglichkeiten der Smartphones immer weiterentwickeln und dass es nur noch in Einzelfällen notwendig sein sollte, ein Stand-Alone Navi zu kaufen.

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HowTo: Testumgebung für Mobile Browser aufsetzen

Seit Apple der Internetnutzung auf Smartphones 2007 mit der Markteinführung des iPhones zum Durchbruch verholfen hat, hat sich auf dem Endgerätemarkt sehr viel getan und immer mehr Menschen verwenden mobile Endgeräte zum Surfen. Neben dem iPhone gibt es mittlerweile Android, webOS und viele mehr, sodass sich die Entwicklung von Applikationen für jedes mobile Betriebssystem viel zu aufwändig wäre. Stattdessen macht es mehr Sinn, speziell auf mobile Geräte optimierte Versionen von Webseiten anzubieten, die die kleine Bildschirmgröße der Smartphones effektiv und sinnvoll nutzen.

Mobile Browser: WPtouch

Unter WordPress gibt es hierfür ein Plug-in, doch für andere Webseiten ist es sinnvoll, sich eine Testumgebung für mobile Webseiten einzurichten, die lokal, wie diese iPad-Browser-Simulation, läuft.

Google Chrome bzw. Chromium bietet sich dabei als Browser an, da er, wie viele mobile Browser (iPhone, Android und webOS), WebKit verwendet. Die portable Version von Google Chrome, die man hier herunterladen kann, erweist sich dabei als vorteilhaft, weil man sie schnell auf den aktuellsten Chromium Build aktualisieren kann und beim Testen nicht die lokale Installation verändert.

Chrome Updater

Nachdem man über die Updater.exe den aktuellsten Chromium Build installiert hat, öffnet man Chromium und installiert die Erweiterung: Window Resizer.

Google Chrome-Erweiterung: Window Resizer

Diese skaliert das Browserfenster mit einem Klick auf die größe eines Touchscreens.

Portable Google Chrome

Um dem Webserver nun vorzutäuschen, dass es sich um ein Smartphone handelt, muss man den User-Agent anpassen. Dies kann man bei Chrome relativ leicht über einen Command Line Switch machen. Diesen trägt man entweder in der Verknüpfung zur Anwendung ein, startet über die Kommandozeile oder fügt ihn in der portablen Version einfach in der Datei parameter.txt hinzu.

Zum Testen hier die User-Agents von einiger verbreiteter Smartphones:

Apple iPad

Mozilla/5.0 (iPad; U; CPU iPhone OS 3_2 like Mac OS X; de-de) AppleWebKit/531.21.10 (KHTML, like Gecko) Version/4.0.4 Mobile/7B317 Safari/531.21.10

Apple iPhone

Mozilla/5.0 (iPhone; U; CPU iPhone OS 4_0 like Mac OS X; de-de) AppleWebKit/532.9 (KHTML, like Gecko) Version/4.0.5 Mobile/8A293 Safari/6531.22.7

Apple iPod Touch

Mozilla/5.0 (iPod; U; CPU iPhone OS 3_1_3 like Mac OS X; de-de) AppleWebKit/528.18 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile/7E18 Safari/528.16

Google Nexus One

Mozilla/5.0 (Linux; U; Android 2.2; de-de; Nexus One Build/FRF50) AppleWebKit/533.1 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile Safari/533.1

HTC Desire

Mozilla/5.0 (Linux; U; Android 2.1-update1; de-de; Desire_A8181 Build/ERE27) AppleWebKit/530.17 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile Safari/530.17

HTC Hero

Mozilla/5.0 (Linux; U; Android 2.1-update1; de-de; HERO200 Build/ERE27) AppleWebKit/530.17 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile Safari/530.17

Weitere User-Agents kann man bei DeviceAtlas oder in der Liste der User-Agents nachschauen. Standardmäßig lautet der User-Agent von Chromium (about:version) bzw. Minefield unter Windows:

Chromium 6.0.451.0

Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 6.0; en-US) AppleWebKit/534.2 (KHTML, like Gecko) Chrome/6.0.451.0 Safari/534.2

Minefield 3.7a6pre

Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 6.0; en-US; rv:1.9.3a6pre) Gecko/20100628 Minefield/3.7a6pre

Google Chrome: Normal

Um den User Agent vom Nexus One zu verwenden, fügt man zum Beispiel folgende Command Line Flag in der parameter.txt hinzu.

--user-agent="Mozilla/5.0 (Linux; U; Android 2.2; de-de; Nexus One Build/FRF50) AppleWebKit/533.1 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile Safari/533.1"

Google Chrome: Mobil

Etwas ähnliches ließe sich unter Firefox wahrscheinlich mit den Add-ons User Agent Switcher und Firesizer auch einrichten. Dies habe ich allerdings noch nicht getestet.

Mobile Browser: Facebook Touch

Eine Testumgebung für mobile Webseiten einzurichten, macht nicht nur Sinn, wenn man Webseiten speziell auf mobile Geräte optimierten möchte. Sie hilft auch dabei einen Überblick darüber zu bekommen, welche Webseiten schon eine optimierte Version anbieten oder kann das Erstellen von Screenshots erheblich vereinfachen.

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